Groß & Hes­se

Fach­an­wäl­te für Fa­mi­li­en­recht & Erbrecht

Vor­weg­ge­nom­me­ne Erb­fol­ge

Wird Ver­mö­gen be­reits zu Leb­zei­ten bei­spiels­wei­se auf Kin­der oder den Ehe­gat­ten mit Rück­sicht auf die künf­ti­ge Erb­fol­ge über­tra­gen, be­zeich­net man dies als vor­weg­ge­nom­me­ne Erb­fol­ge. Die Über­tra­gung von Ver­mö­gens­ge­gen­stän­den, wie zum Bei­spiel ei­ner Im­mo­bi­lie, mit “war­men Hän­den“ ist da­mit eine Al­ter­na­ti­ve oder Er­gän­zung zum Tes­ta­ment oder Erb­ver­trag (= Ver­fü­gung von To­des we­gen).

Es gibt vie­le gute Grün­de, Ver­mö­gen nicht erst mit dem Tod im Rah­men der Erb­fol­ge auf sei­ne Er­ben über­ge­hen zu las­sen. Die vor­weg­ge­nom­me­ne Erb­fol­ge hat da­her zu­neh­mend an Be­deu­tung ge­nom­men. Mo­ti­ve für eine vor­weg­ge­nom­me­ne Erb­fol­ge sind ins­be­son­de­re:

– Steu­er­erspar­nis
– Die ei­ge­ne Ver­sor­gung im Al­ter zu si­chern (bei­spiels­wei­se durch eine Pfle­ge­ver­ein­ba­rung, ein Wohn­recht / Woh­nungs­recht oder ei­nen Nieß­brauch)
– Ver­mei­dung von Pflicht­teils­an­sprü­chen und Pflicht­teils­er­gän­zungs­an­sprü­chen
– So­zi­al­hil­fe­re­gress ver­mei­den

Als Fach­an­walt für Erbrecht bin ich auf dem Ge­biet der vor­weg­ge­nom­me­nen Erb­fol­ge be­son­ders spe­zia­li­siert. Ich ver­fü­ge über lang­jäh­ri­ge Er­fah­rung bei der Er­stel­lung von Übertragungsverträgen/Übergabeverträgen, mit de­nen die vor­weg­ge­nom­me­ne Erb­fol­ge rea­li­siert wird. Wenn ich Ih­nen bei der vor­weg­ge­nom­me­nen Erb­fol­ge als Be­ra­ter zur Sei­te ste­he, ist es mir ers­tens ein be­son­de­res An­lie­gen, Ih­nen die Mo­ti­ve und die Kon­se­quen­zen Ih­rer vor­weg­ge­nom­me­nen Erb­fol­ge, auch für den ju­ris­ti­schen Lai­en, ver­ständ­lich zu ver­mit­teln. Da­für neh­me ich mir Zeit. Zwei­tens ist es mir be­son­ders wich­tig, dass Sie es nie be­reu­en, mit “war­men Hän­den“ frei­wil­lig Ver­mö­gen über­tra­gen zu ha­ben. Das stel­le ich für Sie si­cher, in­dem Ihre per­sön­li­che Al­ters­si­che­rung und Ver­sor­gung ei­ner­seits ver­trag­lich de­tail­liert ge­re­gelt und si­cher­ge­stellt wird und Sie dar­über hin­aus ge­gen un­er­war­te­te Ent­wick­lun­gen oder gar Ver­trags­ver­stö­ße des Er­wer­bers um­fas­send ge­schützt wer­den. Im letz­te­ren Sin­ne ist z.B. de­tail­liert ver­trag­lich fest­zu­le­gen, un­ter wel­chen Vor­aus­set­zun­gen Sie die über­tra­ge­ne Im­mo­bi­lie zu­rück­ver­lan­gen kön­nen.

“Das Ziel der vor­weg­ge­nom­me­nen Erb­fol­ge be­steht dar­in, Ver­mö­gen zu über­tra­gen, ohne das sich für Sie die “ge­fühl­ten“ Ver­mö­gens­ver­hält­nis­se än­dern.“

Die­ses Ziel kön­nen wir ge­mein­sam er­rei­chen.

Pra­xis­tipp: “Vor­sicht vor Schen­kun­gen!!“

Ein Schen­kungs­ver­trag ist „weich“. Die Schen­kung kann bei Ver­ar­mung des Schen­kers auch nach Jah­ren zu­rück­ge­for­dert wer­den; Ri­si­ko für ei­nen So­zi­al­hil­fe­re­gress!

Zu­dem löst eine Schen­kung Pflicht­teils­er­gän­zungs­an­sprü­che aus, wenn Pflicht­teils­be­rech­tig­te vor­han­den sind, was für den Er­ben er­heb­li­che fi­nan­zi­el­le Fol­gen ha­ben kann.

Die Schen­kung ist mit er­heb­li­chen Nach­tei­len und Ri­si­ken, so­wohl für den Schen­ker, als auch für den Be­schenk­ten be­haf­tet, die durch an­de­re, “här­te­re“ Ver­trags­ge­stal­tun­gen ver­mie­den wer­den kön­nen.