Groß & Hes­se

Fach­an­wäl­te für Fa­mi­li­en­recht & Erbrecht

Pflicht­teil

Pflicht­teil for­dern

Ver­trau­en Sie auf mein Wis­sen und mei­ne lang­jäh­ri­ge Er­fah­rung als Fach­an­walt für Erbrecht bei der er­folg­rei­chen Durch­set­zung von Pflicht­teils­an­sprü­chen. Ich ste­he Ih­nen zur Sei­te, wenn Sie als Pflicht­teils­be­rech­tig­ter ver­lan­gen, was Ih­nen nach dem Ge­setz zu­steht.

Der Erb­las­ser hat Sie ent­erbt, per (Ber­li­ner) Tes­ta­ment oder Erb­ver­trag von der Erb­fol­ge aus­ge­schlos­sen ˗ ob­wohl Sie nach der ge­setz­li­chen Erb­fol­ge Erbe ge­wor­den wä­ren?

Das be­deu­tet nicht zwangs­läu­fig, dass Sie leer aus­ge­hen. Wenn Sie pflicht­teils­be­rech­tigt sind, kön­nen Sie trotz­dem Ih­ren An­teil der Erb­schaft = Nach­lass ver­lan­gen. Das BGB schützt ei­nen en­gen Kreis von An­ge­hö­ri­gen, in dem die­sen Pflicht­teils­be­rech­tig­ten eine Min­dest­be­tei­li­gung am Nach­lass = Pflicht­teil ga­ran­tiert wird. Ein Kind ist z.B. beim Erb­fall der El­tern je­weils pflicht­teils­be­rech­tigt. Auch Ehe­gat­ten sind ge­gen­sei­tig pflicht­teils­be­rech­tigt und selbst die El­tern des Erb­las­sers kön­nen (aus­nahms­wei­se) pflicht­teils­be­rech­tigt sein.

Das Pflicht­teils­recht ist in der Pra­xis von be­son­de­rer Be­deu­tung imEr­brecht. Im BGB wer­den meh­re­re Pflicht­teils­an­sprü­che ge­re­gelt, die eins ge­mein­sam ha­ben. Ein Pflicht­teils­an­spruch ist eine Hol­schuld. Als Pflicht­teils­be­rech­tig­ter müs­sen Sie Ih­ren Pflicht­teils­an­spruch gel­tend ma­chen, an­dern­falls ver­jährt Ihr An­spruch. Da die Zeit ge­gen Sie als Pflicht­teils­be­rech­tig­ten ar­bei­tet, emp­feh­le ich Pflicht­teils­an­sprü­che un­ver­züg­lich nach dem Erb­fall gel­tend zu ma­chen.

Schnel­lig­keit reicht aber al­lei­ne nicht aus. Sie müs­sen auch wis­sen, wel­che Pflicht­teils­an­sprü­che (z.B. Aus­kunfts­an­spruch, Wert­ermitt­lungs­an­spruch, or­dent­li­cher Pflicht­teils­an­spruch, Pflicht­teils­er­gän­zungs­an­spruch etc.) Ih­nen zu­ste­hen, wie Sie Ihre Pflicht­teils­an­sprü­che um­fas­send durch­set­zen und wie die Be­rech­nung Ih­res Pflicht­teils er­folgt. Als ju­ris­ti­scher Laie sind Sie da­mit nach mei­ner Er­fah­rung in der Re­gel über­for­dert, denn Sie müss­ten nicht nur die ge­setz­li­chen Re­ge­lun­gen zum Pflicht­teils­recht ken­nen, son­dern auch die ent­spre­chen­den ge­richt­li­chen Ur­tei­le. Das gilt be­son­ders für den Pflicht­teils­er­gän­zungs­an­spruch, also für die Fra­ge, ob Ih­nen auf­grund ei­ner Schen­kung, die der Erb­las­ser zu Leb­zei­ten an Drit­te ge­macht hat, auch Geld zu­steht.

“Erst be­ra­ten, dann ent­schei­den“

Auf­grund der Kom­ple­xi­tät des Pflicht­teils­rechts emp­feh­le ich Ih­nen, sich zu­nächst von mir über das Pflicht­teils­recht kon­kret be­ra­ten zu las­sen. Die Be­ra­tung schließt die wei­te­re Vor­ge­hens­wei­se und die Er­läu­te­rung mei­ner Rechts­an­walts­ge­büh­ren mit ein. Die Be­ra­tungs­kos­ten lie­gen bei maximal190,00 € zzgl. MwSt. Auf der Ba­sis mei­ner Be­ra­tung kön­nen Sie dann fun­diert ent­schei­den, ob und wie Sie Ihre ge­setz­li­chen Pflicht­teils­an­sprü­che durch­set­zen.

Pflicht­teil ab­weh­ren

“Wer als Erbe die Mög­lich­kei­ten der Pflicht­teils­re­du­zie­rung nicht kennt, ver­schenkt sein Geld“

Ge­ra­de weil ich als Fach­an­walt für Erbrecht seit vie­len Jah­ren die Pflicht­teils­an­sprü­che mei­ner pflicht­teils­be­rech­tig­ten Man­dan­ten er­folg­reich durch­set­ze, ken­ne ich auch die Schwä­chen des Pflicht­teil­rechts. Da­her konn­te ich “mei­ne Er­ben“ eben­so er­folg­reich vor un­be­rech­tig­ten oder über­zo­ge­nen Pflicht­teils­an­sprü­chen schüt­zen. Im Ide­al­fall war es so­gar mög­lich, Pflicht­teils­an­sprü­che voll­stän­dig ab­zu­weh­ren.
Las­sen Sie sich als Erbe nicht in die De­fen­si­ve drän­gen. Als Erbe ha­ben Sie nicht nur Pflich­ten, son­dern auch Rech­te ge­gen­über dem Pflicht­teils­be­rech­tig­ten. Die­se Rech­te müs­sen Sie ken­nen und um­fas­send aus­üben. So­wohl nach dem Gesetz/BGB, als auch auf­grund von (münd­li­chen) Ver­trä­gen ist es grund­sätz­lich mög­lich, den Pflicht­teil zu kür­zen. Ob sich der Pflicht­teils­be­rech­tig­te zum Bei­spiel Zuwendungen/Schenkungen an­rech­nen, also von sei­nem or­dent­li­chen Pflicht­teils­an­spruch oder sei­nem Pflicht­teils­er­gän­zungs­an­spruch ab­zie­hen las­sen muss, soll­ten Sie als Erbe im ei­ge­nen In­ter­es­se prü­fen las­sen. Der Pflicht­teils­be­rech­tig­te ist näm­lich nicht ver­pflich­tet, sei­ne Pflicht­teils­an­sprü­che von sich aus zu kür­zen.

Pra­xis­tipp: Prü­fen Sie als Erbe im­mer, ob Sie das Recht ha­ben, den or­dent­li­chen Pflicht­teils­an­spruch und/oder den Pflicht­teils­er­gän­zungs­an­spruch zu kür­zen.

Hat der Erb­las­ser ein Ver­mächt­nis an­ge­ord­net, kann eben­falls die Mög­lich­keit be­stehen, den Pflicht­teil zu kür­zen. Je nach­dem, zu wes­sen Guns­ten (Ver­mächt­nis­neh­mer) das Ver­mächt­nis an­ge­ord­net wor­den ist, grei­fen ver­schie­de­ne ge­setz­li­che Re­ge­lun­gen, die zu ei­ner er­heb­li­chen Kür­zung oder so­gar zum voll­stän­di­gen Weg­fall des Pflicht­teils füh­ren kön­nen.
Die­se ge­setz­li­chen Mög­lich­kei­ten zur Ab­wehr von Pflicht­teils­an­sprü­chen prü­fe ich stets für Sie als Erbe, wenn ein Ver­mächt­nis an­ge­ord­net wor­den ist.

Der Pflicht­teil kann auch voll­stän­dig ent­fal­len, wenn der Pflicht­teils­be­rech­tig­te kein ge­setz­li­cher Erbe des Erb­las­sers ist. Selbst wenn der Pflicht­teils­be­rech­tig­te ur­sprüng­lich ge­setz­li­cher Erbe des Erb­las­sers war, kann er sein ge­setz­li­ches Erbrecht und da­mit auch sein Pflicht­teils­recht aus ver­schie­de­nen Grün­den ver­lo­ren ha­ben. Dies prü­fe ich zu Ih­rer Si­cher­heit.

Nicht zu­letzt, muss auch im­mer eine Ver­jäh­rung der Pflicht­teils­an­sprü­che zu Si­cher­heit des Er­ben über­prüft wer­den. In der Pra­xis kommt es im­mer wie­der vor, dass Pflicht­teils­be­rech­tig­te zu lan­ge mit der Gel­tend­ma­chung ih­rer Pflicht­teils­an­sprü­che war­ten, so­dass die­se durch Zeit­ab­lauf ver­jährt sind. Im Fall der Ver­jäh­rung könn­ten die Pflicht­teils­an­sprü­che um­fas­send, das heißt zu 100 %, er­folg­reich ab­ge­wehrt wer­den, weil der Pflicht­teils­be­rech­tig­te sei­ne An­sprü­che vor Ge­richt nicht mehr durch­set­zen kann.

Pflicht­teil ver­mei­den

Es gibt beim Erb­fall kaum et­was är­ger­li­che­res, als Pflicht­teils­an­sprü­che, die ver­meid­bar ge­we­sen wä­ren. Das gilt nicht nur für den Er­ben, der den Pflicht­teil be­zah­len muss, son­dern auch für Sie, wenn Sie als zu­künf­ti­ger Erb­las­ser Ihr Ver­mö­gen un­ge­schmä­lert durch Pflicht­teils­an­sprü­che ver­er­ben wol­len.

Der Un­ter­schied: Mit dem Erb­fall wer­den Fak­ten ge­schaf­fen, die der Erbe im Hin­blick auf den Pflicht­teil nicht mehr än­dern kann.

Da­ge­gen ha­ben Sie als zu­künf­ti­ger Erb­las­ser die Mög­lich­keit, Ih­ren Erb­fall so zu ge­stal­ten, dass Pflicht­teils­an­sprü­che mög­lichst stark re­du­ziert oder so­gar voll­stän­dig ver­mie­den wer­den.

“ Lie­ber heu­te Pflicht­teils­an­sprü­che ver­mei­den, als beim Erb­fall ver­meid­ba­re Pflicht­teils­an­sprü­che be­zah­len!“

Ent­ge­gen ei­nem weit­ver­brei­te­ten Irr­glau­ben, ist es völ­lig le­gal mög­lich, un­lieb­sa­me Pflicht­teils­an­sprü­che beim ei­ge­nen Erb­fall zu ver­mei­den. So­wohl per Ver­trag, als auch durch ge­setz­li­che Vor­schrif­ten, z.B. im Pflicht­teils­recht (!), wird Ih­nen die Mög­lich­keit eröffnet,Pflichtteilsansprüche zu ver­mei­den. Das heißt, Sie kön­nen das­Pflicht­teils­recht ge­gen den Pflicht­teils­be­rech­tig­ten ein­set­zen. Als Fach­an­walt für Erbrecht bin ich auf dem Ge­biet des Pflicht­teils­rechts be­son­ders spe­zia­li­siert und kann Ih­nen mit mei­nem Fach­wis­sen und mei­ner lang­jäh­ri­gen Er­fah­rung hel­fen, Pflicht­teils­an­sprü­che und Pflicht­teils­er­gän­zungs­an­sprü­che ma­xi­mal zu re­du­zie­ren.

Selbst wenn Sie in “gu­ten Zei­ten“ dem Pflicht­teils­be­rech­tig­ten Ver­mö­gen zu­ge­wandt ha­ben und Ih­nen das heu­te leid tut, ist noch nichts ver­lo­ren. Auch Ihre Zu­wen­dung an den Pflicht­teils­be­rech­tig­ten in der Ver­gan­gen­heit
kann noch “re­pa­riert“ wer­den, also beim Erb­fall vom Pflicht­teil ab­ge­zo­gen wer­den, wenn Sie rich­tig han­deln. Die­se Re­du­zie­rung der Pflicht­teils­an­sprü­che er­folgt da­bei ohne, dass der Pflicht­teils­be­rech­tig­te mit­wir­ken muss. Im Ge­gen­teil muss der Pflicht­teils­be­rech­tig­te von der Re­du­zie­rung sei­ner Pflicht­teils­an­sprü­che nicht ein­mal et­was er­fah­ren. Erst beim Erb­fall kommt für den Pflicht­teils­be­rech­tig­ten das böse Er­wa­chen.


Fa­zit: Die Re­du­zie­rung von Pflicht­teils­an­sprü­chen ist für Sie als zu­künf­ti­ger Erb­las­ser ge­setz­lich mög­lich, ohne dass dies für Sie spür­ba­re Kon­se­quen­zen ha­ben muss und ohne dass der Pflicht­teils­be­rech­tig­te hier­von et­was er­fährt.


Pra­xis­tipp:
“So­zi­al­hil­fe­re­gress ver­mei­den!“

Re­ge­lun­gen zur Ver­mei­dung von Pflicht­teils­an­sprü­chen kön­nen auch dazu die­nen, ei­nen So­zi­al­hil­fe­re­gress zu ver­mei­den. So­zi­al­hil­fe­re­gress ist z.B. der Zu­griff des Heim­trä­gers auf Ihr (ur­sprüng­li­ches) Ver­mö­gen oder das Ver­mö­gen Ih­rer Kin­der, um Ihre un­ge­deck­ten Heim­kos­ten zu be­zah­len; z.B. in­dem Ihre Im­mo­bi­lie ver­sil­bert und der Er­lös vom Heim­trä­ger ver­ein­nahmt wird. Wenn Ih­nen die­se Vor­stel­lung nicht be­hagt, ha­ben Sie gleich zwei Grün­de, sich über die Ver­mei­dung von Pflicht­teils­an­sprü­chen von mir be­ra­ten zu las­sen.