Groß & Hes­se

Fach­an­wäl­te für Fa­mi­li­en­recht & Erbrecht

Erb­schaft­steu­er & Schen­kungsteu­er

Be­steue­rungs­ziel der Erb­schaft­steu­er und Schen­kungsteu­er ist der un­ent­gelt­li­che Ver­mö­gens­über­gang zwi­schen Per­so­nen. Da­bei kann Ver­mö­gen durch eine Erb­schaft (Er­werb von To­des we­gen) oder durch Rechts­ge­schäft un­ter Le­ben­den über­ge­hen, z.B. durch eine Schen­kung. Das Be­steue­rungs­sys­tem stellt ent­schei­dend auf den Ver­wandt­schafts­grad des Ver­mö­gens­er­wer­bers zum Erb­las­ser oder Schen­ker ab. Faust­for­mel: Je nä­her der Ver­wandt­schafts­grad, umso hö­her der Frei­be­trag und umso nied­ri­ger der Steu­er­satz.
In der Ver­gan­gen­heit hat es ganz er­heb­li­che Ver­än­de­run­gen am Erb­schaft­steu­er-und Schen­kungsteu­er­recht ge­ge­ben. Mit Be­schluss vom 07.11.2006 hat­te das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt das bis da­hin gel­ten­de Erb­schaft- und Schen­kungsteu­er­recht für ver­fas­sungs­wid­rig er­klärt. Das dar­auf­hin re­for­mier­te Erb­schaft­steu­er- und Be­wer­tungs­ge­setz trat mit Wir­kung ab dem 01.01.2009 in Kraft. Da­nach sind bei­spiels­wei­se Grund­stü­cke nun mit dem Ver­kehrs­wert zu be­wer­ten. Als Ver­lie­rer die­ser Steu­er­re­form gel­ten seit dem ins­be­son­de­re die Ge­schwis­ter (und de­ren Ab­kömm­lin­ge) des Erb­las­sers oder Schen­kers. De­ren per­sön­li­cher Frei­be­trag ist mit le­dig­lich 20.000,00 € iden­tisch mit dem per­sön­li­chen Frei­be­trag ei­nes Frem­den, der mit dem Erb­las­ser oder Schen­ker also über­haupt nicht ver­wandt ist. Dies ist des­halb so gra­vie­rend, weil Erb­schaft- und Schen­kungsteu­er nur er­ho­ben wird, wenn der steu­er­li­che Wert des Er­werbs den je­wei­li­gen Frei­be­trag über­steigt.

 

Stra­te­gi­en zur Ver­rin­ge­rung oder Ver­mei­dung der Erb­schaft­steu­er und Schen­kungsteu­er

 

Vor dem Erb­fall:

Ins­be­son­de­re bei mei­nen Be­ra­tun­gen zur Er­rich­tung ei­nes Tes­ta­ments und der vor­weg­ge­nom­me­nen Erb­fol­ge, bei der man mit “war­men Hän­den“ Ver­mö­gen wei­ter gibt, ist stets auch die Erb­schaft­steu­er und die Schen­kungsteu­er zu be­ach­ten. Zum Bei­spiel durch eine ge­schick­te Aus­schöp­fung der per­sön­li­chen und sach­li­chen Frei­be­trä­ge lässt sich die Erb­schaft­steu­er oder Schen­kungsteu­er er­heb­lich re­du­zie­ren oder gänz­lich ver­mei­den. Da­bei gilt, dass der “frü­he Vo­gel“ nicht nur den sprich­wört­li­chen Wurm fängt, son­dern auch am bes­ten Steu­ern re­du­zie­ren oder ver­mei­den kann.

ʺJe frü­her Sie die ge­setz­li­chen Mög­lich­kei­ten nut­zen, umso grö­ßer ist der er­ziel­ba­re Steuerspar-Effekt.ʺ

Ver­las­sen Sie sich nicht dar­auf, dass die der­zei­ti­gen Steu­er­frei­be­trä­ge er­hal­ten blei­ben. Eine Kür­zung der Frei­be­trä­ge wur­de be­reits mehr­fach po­li­tisch dis­ku­tiert.

 

Nach dem Erb­fall:

Wer auf­grund ei­nes Erb­falls Ver­mö­gen er­wirbt, ist ver­pflich­tet von sich aus eine Erb­schaft­steu­er­erklä­rung ab­zu­ge­ben. Das gilt auch für den Fall, dass Sie der Auf­fas­sung sind, dass eine Erb­schaft­steu­er nicht zu er­he­ben ist. Die Ent­schei­dung über die Steu­er­pflicht be­hält sich das Fi­nanz­amt vor. Auch bei ei­nem Erb­fall kann eine Schen­kungsteu­er ent­ste­hen, wenn die z.B. Be­güns­tig­ter ei­nes Ver­tra­ges zu­guns­ten Drit­ter auf den To­des­fall sind.

Nicht we­ni­ge mei­ner Man­dan­ten wa­ren über­rascht, wie po­si­tiv auf die Steu­er­be­las­tung le­gal Ein­fluss ge­nom­men wer­den kann, wenn die ge­setz­li­chen Mög­lich­kei­ten im Rah­men der Steu­er­erklä­rung aus­ge­schöpft wer­den. Mein Wis­sen und mei­ne Er­fah­rung setz­te ich auch ger­ne für Sie ein, um Ihre Steu­er­erklä­rung op­ti­mal zu ge­stal­ten.

 

Pra­xis­tipp: Mei­ne Rechts­an­walts­ge­bühr, die auf­grund mei­ner Tä­tig­keit fäl­lig wird. kann und wird von mir zu Ih­ren Guns­ten steu­er­min­dernd in der von mir er­stell­ten Steu­er­erklä­rung be­rück­sich­tigt.